Discussion:
[S] Externes Laufwerk für Raspberry Pi
(zu alt für eine Antwort)
Sebastian Suchanek
2017-05-08 17:19:43 UTC
Permalink
Raw Message
Hallo NG!

seit ca. 2-3 Jahren werkelt Hier[tm] ein Raspberry Pi 1B mit Raspbian
als Miniserver. Leider schickt dieser sich gerade an, die zweite
SD-Karte zu schrotten... :-(
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden. Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.

Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?


TIA,

Sebastian
Marcel Mueller
2017-05-08 18:07:49 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
seit ca. 2-3 Jahren werkelt Hier[tm] ein Raspberry Pi 1B mit Raspbian
als Miniserver. Leider schickt dieser sich gerade an, die zweite
SD-Karte zu schrotten... :-(
Normale Härte. Die Dinger sind Verschleißteile und auch wirklich nicht
mehr Wert als sie kosten.
Bisher habe ich aber Glück gehabt. Mein Pi 1A läuft noch mit der ersten
Karte.
Post by Sebastian Suchanek
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden.
Wie? Die /Daten/ liegen auf der Karte? Wie groß ist die denn?
Post by Sebastian Suchanek
Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
Perlen vor die Säue. Der Pi schafft nicht einmal USB2 auszulasten.
Post by Sebastian Suchanek
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.
Geht mit USB-Hub auch so.
Post by Sebastian Suchanek
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
Auf jeden Fall. Besorge dir eine alte, zu klein gewordene, gebrauchte SSD.

Aber hast Du kein Netzwerk? Netzlaufwerke über nfs und USB-Platten sind
am Pi in etwa gleich schnell - sie hängen beiden am schwachen USB-Bus.


Marcel
Sebastian Suchanek
2017-05-08 19:04:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
[...]
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden.
Wie? Die /Daten/ liegen auf der Karte?
Ja, klar - warum auch nicht? Die einzigen wirklichen Nutzdaten sind eine
Messwert-Datenbank von 8MB, die obendrein per Master-Slave-Replication
zusätzlich auf einem "richtigen" Server gespiegelt wird.
Dazu kommen nur noch diverse RRD-Dateien von Cacti und Logiles.
Post by Marcel Mueller
Wie groß ist die denn?
32GB.
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
^^^^^^^^^^^^^^^
Perlen vor die Säue. Der Pi schafft nicht einmal USB2 auszulasten.
Das ist mir klar - mir geht's auch nicht um die Geschwindigkeit.
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.
Geht mit USB-Hub auch so.
Das wäre dann halt ein weiteres Netzteil für den Hub - was ich
eigentlich vermeiden möchte. (Braucht eine Steckdose mehr, braucht extra
Strom, geht in unpassenden Momenten kaput...)
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
Auf jeden Fall. Besorge dir eine alte, zu klein gewordene, gebrauchte SSD.
Aber hast Du kein Netzwerk?
Das schon,...
Post by Marcel Mueller
Netzlaufwerke über nfs und USB-Platten sind am Pi in etwa gleich schnell
[...]
...aber vor Ort keinen Server.
(Der oben erwähnte Datenbank-Slave steht an einem anderen Ort, der Pi
muss sicht dorthin erstmal einen VPN-Tunnel graben.)


Tschüs,

Sebastian
Marcel Mueller
2017-05-08 19:56:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Wie? Die /Daten/ liegen auf der Karte?
Ja, klar - warum auch nicht? Die einzigen wirklichen Nutzdaten sind eine
Messwert-Datenbank von 8MB, die obendrein per Master-Slave-Replication
zusätzlich auf einem "richtigen" Server gespiegelt wird.
Datenbanken sind nicht so nett für SD-Karten, weil da immer und immer
wieder dieselben Blöcke geschrieben werden. Vor allem das Transaction-Log.

Wenn sie sowieso repliziert wird, könntest Du sie eiskalt in eine
RAM-Disk legen.
Post by Sebastian Suchanek
Dazu kommen nur noch diverse RRD-Dateien von Cacti und Logiles.
Logfiles sind nicht so schlimm. Da kommen immer neue Blöcke dazu. (Bis
mal wieder aufgeräumt wird.) Außerdem wird da selten im Sekundentakt
rein geschrieben. Da geht es eher um ein paar MB pro Tag. Selbst mit
Faktor 5 Write Amplification ist das noch verschmerzbar.
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Geht mit USB-Hub auch so.
Das wäre dann halt ein weiteres Netzteil für den Hub - was ich
eigentlich vermeiden möchte.
Nein, wieso? Der Pi kommt dann natürlich auch an den Hub.
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Aber hast Du kein Netzwerk?
...aber vor Ort keinen Server.
(Der oben erwähnte Datenbank-Slave steht an einem anderen Ort, der Pi
muss sicht dorthin erstmal einen VPN-Tunnel graben.)
Ja, OK, würde ich auch nicht machen wollen.

Aber das mit der RAM-Disk wäre evtl. schon eine Option. Erfahrungsgemäß
laufen die Dinger Monate bis Jahre absturzfrei, wenn man nicht gerade
Treiber entwickelt.


Marcel
Marc Haber
2017-05-11 14:15:02 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
Dazu kommen nur noch diverse RRD-Dateien von Cacti und Logiles.
Logfiles sind nicht so schlimm. Da kommen immer neue Blöcke dazu. (Bis
mal wieder aufgeräumt wird.) Außerdem wird da selten im Sekundentakt
rein geschrieben. Da geht es eher um ein paar MB pro Tag. Selbst mit
Faktor 5 Write Amplification ist das noch verschmerzbar.
RRDs dagegen sind tödlich.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Sebastian Suchanek
2017-05-11 19:48:30 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Wie? Die /Daten/ liegen auf der Karte?
Ja, klar - warum auch nicht? Die einzigen wirklichen Nutzdaten sind eine
Messwert-Datenbank von 8MB, die obendrein per Master-Slave-Replication
zusätzlich auf einem "richtigen" Server gespiegelt wird.
Datenbanken sind nicht so nett für SD-Karten, weil da immer und immer
wieder dieselben Blöcke geschrieben werden. Vor allem das Transaction-Log.
OK, klingt erstmal plausibel - allerdings stammen die
ext4-Fehlermeldungen, die ich bislang von der gerade sterbenden SD-Karte
bekommen habe, von Inodes, auf denen "(quasi)statische" Dateien liegen.
Post by Marcel Mueller
Wenn sie sowieso repliziert wird, könntest Du sie eiskalt in eine
RAM-Disk legen.
Ganz so mutig bin ich nicht... ;-)
Post by Marcel Mueller
[...]
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Geht mit USB-Hub auch so.
Das wäre dann halt ein weiteres Netzteil für den Hub - was ich
eigentlich vermeiden möchte.
Nein, wieso? Der Pi kommt dann natürlich auch an den Hub.
[...]
Und das funktioniert zuverlässig? Immerhin müsste man dann eine
Ringverkabelung zwischen Pi und Hub aufbauen - sowas dürfte in der
USB-Spezifikation kaum vorgesehen sein...


Tschüs,

Sebastian
Marcel Mueller
2017-05-13 20:40:23 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
[...]
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Geht mit USB-Hub auch so.
Das wäre dann halt ein weiteres Netzteil für den Hub - was ich
eigentlich vermeiden möchte.
Nein, wieso? Der Pi kommt dann natürlich auch an den Hub.
[...]
Und das funktioniert zuverlässig? Immerhin müsste man dann eine
Ringverkabelung zwischen Pi und Hub aufbauen - sowas dürfte in der
USB-Spezifikation kaum vorgesehen sein...
Beim Pi ist das zumindest kein Problem. Die Ground-Leitung ist bei allen
Ports gleich. Das einzige, was er nicht mag, ist nur über die
USB-Buchsen rückwärts versorgt zu werden. Das passiert aber nicht, die
USB-Verbindung zum Hub ja an dessen PC-Port geht.


Marcel
Sebastian Suchanek
2017-05-13 20:50:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marcel Mueller
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
[...]
Post by Sebastian Suchanek
Post by Marcel Mueller
Geht mit USB-Hub auch so.
Das wäre dann halt ein weiteres Netzteil für den Hub - was ich
eigentlich vermeiden möchte.
Nein, wieso? Der Pi kommt dann natürlich auch an den Hub.
[...]
Und das funktioniert zuverlässig? Immerhin müsste man dann eine
Ringverkabelung zwischen Pi und Hub aufbauen - sowas dürfte in der
USB-Spezifikation kaum vorgesehen sein...
Beim Pi ist das zumindest kein Problem. Die Ground-Leitung ist bei allen
Ports gleich. Das einzige, was er nicht mag, ist nur über die
USB-Buchsen rückwärts versorgt zu werden. Das passiert aber nicht, die
USB-Verbindung zum Hub ja an dessen PC-Port geht.
OK. Dann mache ich mich mal auf die Suche nach einem passenden Hub. Oder
kannst Du ein konkretes Modell empfehlen?
Zeit wird's jedenfalls, vorhin ist der Pi zum dritten Mal in relativ
kurzer Zeit gecrasht, mutmaßlich wegen (neuer) Fehler auf der SD-Karte...


Tschüs,

Sebastian

Friedrich Armbruster
2017-05-10 19:33:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
Hallo NG!
seit ca. 2-3 Jahren werkelt Hier[tm] ein Raspberry Pi 1B mit Raspbian
als Miniserver. Leider schickt dieser sich gerade an, die zweite
SD-Karte zu schrotten... :-(
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden. Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
TIA,
Sebastian
Mit USB SSDs im Scheckkartenformat habe ich keine guten Erfahrungen gemacht,
daher habe ich an meine Raspberry inzwischen folgendes angeschlossen:

Normale interne SSD:
https://www.amazon.de/gp/product/B01F9G414U

und Gehäuse
https://www.amazon.de/gp/product/B01D9KX8KG

Das ist dann über USB an den Raspberry angeschlossen und mit Strom versorgt.

Nutze ein 2 Ampere Netzteil für den Raspberry.

Friedrich
Sebastian Suchanek
2017-05-11 19:42:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Friedrich Armbruster
Post by Sebastian Suchanek
[...]
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
[...]
Mit USB SSDs im Scheckkartenformat habe ich keine guten Erfahrungen gemacht,
[...]
Von der Bauform her bin ich nicht eingeschränkt - von daher spricht von
meiner Seite her nichts gegen die von Dir vorgeschlagene 2,5"-SSD.


Tschüs,

Sebastian
Jochen Wilberding
2017-05-10 23:02:41 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Suchanek
seit ca. 2-3 Jahren werkelt Hier[tm] ein Raspberry Pi 1B mit Raspbian
als Miniserver. Leider schickt dieser sich gerade an, die zweite
SD-Karte zu schrotten... :-(
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden. Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
Wenn du ne Fritzbox hast...
Einfach auf das Fritz-Nas

Wenn die Daten zu groß werden, kann man ja eben vom Windows aus
rüberziehen. Aber wer mehr als 500MB an Daten vom Pi aus schreiben will,
sollte sich eh was anderes überlegen...
--
bis die Tage
Jochen
Sebastian Suchanek
2017-05-11 19:40:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Jochen Wilberding
Post by Sebastian Suchanek
seit ca. 2-3 Jahren werkelt Hier[tm] ein Raspberry Pi 1B mit Raspbian
als Miniserver. Leider schickt dieser sich gerade an, die zweite
SD-Karte zu schrotten... :-(
Das lässt mich darüber nachdenken, den Pi doch mit einem
USB-Speichermedium auszustatten und die SD-Karte nur noch für
Systemteile zu nutzen, die (fast) nur gelesen werden. Aus
Geräuschgründen wäre mir eine kleine SSD mit USB-Anschluss am liebsten -
und die energiesparsamte Lösung dürfte das wohl auch sein, da ich das
Laufwerk gerne "bus powered" betreiben möchte.
Hat jemand hierzu konkrete Artikelempfehlungen für mich? Oder tut's da
erfahrungsgemäß die nächstbeste (lies: billigste) USB-SSD?
Wenn du ne Fritzbox hast...
Einfach auf das Fritz-Nas
[...]
Kann eine Fritzbox mit Werks-Firmware NFS-Freigaben zur Verfügung
stellen? Wäre mir neu...
(Ich müsste ja insbesondere /var auslagern.)


Tschüs,

Sebastian
Loading...